Adelholzen gilt als das älteste Heilbad Bayerns. Die Besitzer lassen sich bis in das Jahr 959 namentlich zurückverfolgen. 1907 erwarben schließlich die Barmherzigen Schwestern die Quelle. Ihre Idee: Möglichst viele Menschen sollten in den Genuss des kostbaren Heilwassers aus der Primusquelle kommen.Im Lauf der Zeit wurde das Adelholzener Heilwasser immer beliebter. 1939 erhielt die Primusquelle ihre Eigenschaft als „staatlich anerkannte Heilquelle“ zugesprochen, und 1946 durfte Adelholzen zum ersten Mal den Zusatz „Bad“ führen. Die Nachfrage stieg mit den Jahren so stark, dass eine stetige Ausweitung des anfangs kleinen Brunnenbetriebs nötig wurde.
Einer der größten Mineralbrunnen
Mittlerweile hat sich die Adelholzener Alpenquellen GmbH hierzulande und darüber hinaus einen hervorragenden Ruf erworben und gehört zu den zehn größten Mineralbrunnen in Deutschland. Längst wird nicht mehr nur Heilwasser verkauft: Von verschiedenen Mineralwässern über Fruchtschorlen, Wellnessgetränken, Teegetränken, kalorienreduzierten Erfrischungsgetränken und Limonaden bis hin zum anregenden Sauerstoffwasser reicht die Produktpalette. Über 360 Millionen Flaschen werden jährlich abgefüllt. Mit etwa 400 Beschäftigten ist der Betrieb darüber hinaus ein wichtiger Arbeitgeber im Chiemgau.
Für die Werke der Barmherzigkeit
Auch wenn Heilwasser zum Wohle der Menschen nicht mehr das ausschließliche Produktionsziel des Betriebs ist: Für die Barmherzigen Schwestern hat Bad Adelholzen immer noch eine herausragende Bedeutung: Die Gewinne aus dem Verkauf von Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränken werden für soziale Zwecke verwendet, soweit sie nicht für Investitionen benötigt werden. Der Standort Bad Adelholzen ist für die Schwestern nicht mehr wegzudenken: Hier befinden sich das Exerzitien- und Bildungshaus der Ordensgemeinschaft sowie der Primushof.
Weitere Informationen:
www.adelholzener.de